Protokolle Arbeitsgemeinschaft Heimopfer Korntal

Unser Protokoll vom 27.9. aus der Nürnberger Sitzung: Protokoll 26.9. Nürnberg 16.45 – 20.15

Anwesende: Frau Rohr, Herr Bauz, Herr Andersen, Herr Kammerl, Frau Poferl, Herr  Detlev Zander, Herr Schulz, entschuldigt Herr Kampouridis


 

Ziele der Mediatoren:

   1. die Gesprächsbereitschaft wieder herstellen

   2. den Aufklärungsprozess kritisch und fördernd begleiten

Ziele des Prozesses:

1. Aufklärung der Ereignisse  durch Verständigung des Vorgehens, wie die Aufklärung erfolgt: durch eine neutrale Instanz/Persönlichkeit/Institutionen, die mit allem ausgestattet wird was sie für diese Aufklärungsarbeit braucht.

2. Anerkennung des Leids und gegebenenfalls Anerkennung durch finanzielle Entschädigung.

 

Vorarbeit:

Altlasten zwischen dem Betroffenen Forum und der Brüdergemeinde werden außerhalb dieser Auftraggebergruppe (AGG) aufgearbeitet.

Kränkungen in jeglicher Form stören die Aufklärung. Beleidigende Einträge in den sozialen Medien sollen gelöscht werden.


 

Zur Auftraggebergruppe AGG

Veto gegen die Teilnahme von Herrn Link, durch beide Opfergruppen erfolgreich!

Selbstverständnis: jeder Teilnehmer der AGG ist Auftraggeber, als auch wir. Die Brüdergemeinde ist letztlich nur der zahlende Auftraggeber ohne besondere Rechte. In der AGG werden ehemalige Heimmitarbeiter nicht vertreten sein.

Ein wichtiger Punkt war die Teilnahme von Herr Kammerl als Vorsitzender des Vereins Betroffenen Forum. Er war sehr gut vorbereitet und argumentierte oft auch in unserem Interesse.

Auf meinen Antrag hin, dem alle Beteiligten zustimmten, werden die beiden Vertreter der Opfergruppen je einen Unterstützer (ich habe mit Ludwig zuvor telefoniert und von ihm ein Okay erhalten) hinzuziehen, so dass in der

AGG insgesamt

6 Vertreter der Betroffenen,

2 Vertreter der Brüdergemeinde,

die beiden Mediatoren und

die nun zu suchende neutrale Persönlichkeit sein werden.

Sollten sich bei dem nächsten großen gemeinsamen Opfertreffen ein oder zwei von den beiden Opfergruppen unabhängige ehemalige Heimkinder zur Mitarbeit bereit erklären, wären es sogar 8 Vertreter der Betroffenen.

Wichtig: aus meiner Sicht und auch der von Theo sind die Vertreter der Betroffenen nicht ein für alle Mal delegiert, sondern können jederzeit zur nächsten Sitzung durch einen interessierten andere/n Betroffene/n ersetzt werden. Zumindest einer im Wechsel, um die Transparenz zu gewährleisten, aber auch um die Kontinuität der Arbeit nicht zu gefährden.


 


 

Zur neutralen und unabhängigen Aufklärungsinstanz:

dies könnte eine Person oder ein Institut sein,

sie wird die Daten, Fakten erheben, strenge Vertraulichkeit und Datenschutz gewährleisten,

sie wird die Plausibilität der Angaben prüfen,

ehemalige Mitarbeiter der Brüdergemeinde befragen,

eng mit den Mediatoren und der AGG zusammenarbeiten.

keine Abhängigkeit von der BG oder Diakonie/Kirche haben und

ausreichend Geldmittel und Vollmachten für alle Archive bekommen.

Betroffeneninterviews unverzüglich einrichten (eruieren, ob die Vorarbeit von Frau Wolff übernommen werden kann) und damit die Grundlage schaffen für  baldige notwendige Teilentschädigungen.


 


 

Vorschläge zur unabhängigen Person/Instanz

wurden nicht genannt.

Beschluss: Vorschläge können bis 15. Oktober an die Mediatoren gesendet werden, zum gleichen Zeitpunkt werden wir ihre Vorschläge erhalten, also 14 Tage vor dem

Nächsten Treffen: Samstag 29. Oktober in Stuttgart


 

Sobald der „Aufklärer“ gefunden ist, wird dieser baldmöglichst zusammen mit den Mediatoren zu einem großen allgemeinen Treffen aller ehemaligen oder betroffenen Heimkinder einladen. Meiner Aussage, dass dieses Forum das höchste Plenum des Aufarbeitungsprozesses sein soll, wurde nicht widersprochen, eher zugestimmt.

Die Frage war:

Wie kann man alle Betroffenen informieren, ansprechen und einladen? Frau Rohr schlägt vor, einen Brief an viele Organisationen und Institutionen die im Dunstkreis der Betroffenen liegen könnten zu schreiben, mit einem allgemeinen Aufruf an ehemaligen Heimkinder sich auf verschiedenen Ebenen zu melden.


 

Zeitlicher und formaler Ablauf und Vereinbarungen zum Umgang miteinander:

unsere Forderungen nach möglichst wenig Verschwiegenheitsauflagen, weitgehender Transparenz und frühzeitige Terminbekanntgabe wurden akzeptiert.

Finanzielle Unterstützung der Gruppenarbeit wird in der nächsten Sitzung geregelt.

Regeln für den Umgang mit der Presse und im Internet  mit dem Ziel, dass sich jeder von Ihnen im Mediationsraum sicher fühlen kann:


 

1. Mails der Mediatoren dürfen auf keine Webseite ohne Absprache mit diesen!

2. Pressemitteilungen werden gemeinsam am  Ende einer Sitzung vorformuliert und am nächsten Morgen von allen möglicherweise redigiert.

3. Keine persönlichen Zitate aus der Sitzung an Dritte

4. zur Verschwiegenheit: Tagesordnungspunkte oder Inhalte, die zuerst nicht für Dritte oder die Öffentlichkeit bestimmt sind sollen explizit benannt werden.

Aus meiner Sicht das Wichtigste:

Keine persönlichen Beleidigungen oder Angriffe mehr, weder im persönlichen Gespräch, noch auf irgendwelchen Internetforen.

Sie sind nichts anderes, als bewusstes oder unbewusstes Stören eines raschen und gründlichen Aufarbeitungsprozesses und damit unseren Interessen diametral entgegen gesetzt.

 

Wolfgang Schulz           27.9.2016


 

 

 

 

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